FC Augsburg: Caiuby fliegt raus – und erreicht sein Ziel

Der FC Augsburg hat Caiuby mit sofortiger Wirkung suspendiert. Der jüngste von der Boulevardpresse „Party-Eklat“ genannte Skandal war dann doch zu viel für die Verantwortlichen der bayrischen Schwaben, die bislang eine Engelsgeduld für den Spieler aufgebracht hatten. Der 30-Jährige kam mit 22 Tagen Verspätung aus dem Urlaub und hatte nichts Besseres zu tun als in eine Disco zu gehen und hier zu versuchen, einem anderen Gast gewaltsam ein Handy zu entreißen. Dieser hatte Caiubys Partynacht gefilmt, was der Brasilianer offenbar nur bedingt witzig fand. Wer die letzten Interviews des Spielers in seinem Heimatland liest, kann allerdings nicht anders als zu denken, dass dieser mit seiner Freistellung genau das erreicht hat, worauf er abzielte.

Reuter begründet die Suspendierung

Für die Fuggerstädter begründete Manager Stefan Reuter die Suspendierung. Grundsätzlich bringe man Verständnis für private Probleme auf, so der Verantwortliche. Man könne allerdings „das Gesamtverhalten von Caiuby weder nachvollziehen noch verstehen.“ Mit seinen Aktionen schade er dem FC Augsburg und der Mannschaft, die ihn trotz seiner Verfehlungen stets unterstützt habe. Der Spieler könne sich deshalb einen neuen Verein suchen. Bis er diesen gefunden habe, dürfe er, wenn er es wünsche, alleine und separat trainieren.

Caiuby möchte nach Brasilien zurück

Die Wechselfreigabe dürfte Caiuby freuen. In Brasilien erklärte er im Gespräch mit „UOL Esporte“, dass ein Verbleib in Deutschland „nicht gerade die Perspektive ist, die mir gefällt.“ Es sei deshalb eine „Option, wieder in Brasilien Fußball zu spielen.“ Wenn man das Verhalten des 30-Jährigen nur unter dem Gesichtspunkt bewertet, dass dieser seinen Wechsel in sein Heimatland erzwingen wollte, macht dieses überraschend viel Sinn.

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